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Nord-/West-Afrika 06
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Natascha & Chris
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Scandinavien 07

X-Challenge Tour zum Polarkreis

Über Dänemark, Schweden ging es nach Lappland und Finnland. Nach zwei Wochen und 5200 Km waren wir wieder zu Hause...

Finnland ist für Wanderer, Beeren- und Pilzsammler bestimmt ein Paradies, aber zum Motorradfahren, für uns ziemlich langweilig. Das Landschaftsbild verändert sich so gut wie gar nicht, links und rechts sehr vieeeel Wald und dazwischen mal ein See.

Viel gibt es diesmal nicht zu lesen.



In Finnland wollen wir unsere neuen BMW's G650 X-Challenge mal richtig testen,  deshalb geht es in Schweden bei Malmö erst mal zum Reifenhändler, denn mit abgefahrenen Reifen kann man nicht gut Piste fahren.


In Kalmarslund/Schweden finden wir einen süßen, kleine und sehr ruhigen Campingplatz mit einem riesigen See für uns gaaaanz alleine. Mit dem Kanu geht es dann erst mal auf Erkundungsfahrt...

Wer hier denkt, dass ich irgendwie komisch aussehe ... Neue Erkenntnis: ich bin allergisch gegen schwedische Moskitos ...Nach einem Stich unter der Augenbraue war mein Auge drei Tage zugeschwollen ...

Da wir auch mal Pech mit dem Wetter haben, verbringen wir unsere letzte Nacht in Schweden, in einer kleinen Holzhütte.

Nach einer Woche, endlich, wir haben Lappland erreicht. Unser erstes Ziel ist Rovaniemi, Hauptstadt Lapplands. Hier wohnt der Weihnachtsmann, den möchte ich natürlich sofort besuchen.

Wie günstig, der Polarkreis liegt fast neber dem Haus des Weihnachtsmannes ...


Dann geht es zum Weihnachtsmann ...

Dann noch schnell die Weihnachtspost aufgegeben ... (hierher kommt übrigens wirklich die ganze Post, die an den Weihnachtsmann geschickt wird.)

und weiter geht es auf der Suche nach der letzten Wildnis Europas, der weiten Einöde und der riesigen Weite, wie es unser Reiseführer verspricht ...

Mhhh, irgendwie sieht alles gleich aus ... Wald, Wald, Wald, See, Wald ... wo ist die riesige Weite ???

Da es Richtung Norden immer kälter wird, inzwischen 13 Grad und die riesige Weite ausbleibt bzw. wir uns etwas anderes darunter vorgestellt haben...


drehen wir bei Sodankylä um, sparen uns den Ausflug zum Nordkap und versuchen unser Glück im Oulanka-Nationalpark in Finnland, laut unserem Reiseführer ein weiterer landschaftliche Höhepunkt...

Unterwegs gibt es wenigstens eine Entschädigung ... Rentieren. Ich glaub das mit dem Halsband gehört zum Weihnachtmann ...

Im Oulanka-Nationalpark schlagen wir unser Lager auf ...


und erkunden ein bisschen die Umgebung und fahren Piste ...

Am nächsten Morgen leiste ich schwere Überzeugungsarbeit und überrede Chris, mit mir die Bärenrunde, einer der bekanntesten Wanderwege Finnlands, zu laufen.

Ist ja auch nur die 12 Km lange "kleine Bärenrunde", insgesamt ist sie 80 Km lang.

Hier sollen wilde Stromschnellen und zerklüftete Canyons, Wasserfälle und Seen, Berggipfel und Urwälder, zu sehen sein.

Moore die den Weg versperren, werden über Holzplanken überwunden, reißende Katarakte (Stromschnellen) über Hängebrücken in luftiger Höhe bewältigt ... Das hört sich doch nach Abenteuer an ...

Und schon sind die ersten Moore zu überwinden ...


Berggipfel erreicht ...

Eine der zu bewätigende Hängebrücke ...

Dinos gibt es hier auch ...


Wie gut das da Jemand sein GPS dabei hat ...


Verhungern können wir hier nicht, überall riesige Maulbeerfelder...


Und weiter geht es durch den Urwald ...


... vorbei am Wasserfall.


Nach 2 Stunden und 55 Minuten haben wir es geschafft, die kleine Bärenrunde in voller Motorradkluft zu bewätigen, ich glaub das ist Rekord ...

Wir haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben und brechen am nächsten Morgen auf.

Wir wollen entlang der russisch/finischen Grenze nach Joensuu fahren, hier sollen wir laut Reiseführer die einsame und Wilde Urnatur durchqueren, außerdem soll es einige Pisten zu befahren geben.

Na ja, zur Entschädigung gibt es wieder ... Rentiere ... die uns heute wirklich alle paar Km die Straße versperren.

Wir gestehen uns ein, dass wir uns unter der einsamen und wilden Urnatur Finnlands etwas ganz anderes vorgestellt haben.


Motorradfahren macht uns hier einfach kein Spaß, wir haben das Gefühl, nicht von der Stelle zu kommen. Wir beschließen uns langsam vorzeitig auf dem Nachhauseweg zu machen ...

Wir kommen an dem Winterkrieg-Monument vorbei und legen einen kleinen Stop ein, um uns über diese Geschichte zu informieren.


Das Monument erinnert an den in Suomussalmi erfolgreichen Abwehrkampf von 1939/40, in dem die hoffnungslos unterlegene finnische Arme, zum Erstaunen der ganzen Welt der Sowjetunion grosse Verluste zu fügte.

Am nächsten Morgen trinken wir an unserem letzten finnischen See noch mal einen  Kaffe,  dann brechen wir Richtung Helsinki auf ...

Hier warten wir auf unsere Fähre ...

die uns wieder zurück nach Deutschlang bringt.









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